Jürgen Stache und Claus Hauschild für eine weitere Amtszeit gewählt

29.08.2020 Sittensen (as). Bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sittensen, am Samstagabend im Sittenser Feuerwehrhaus waren Wahlen von Ortsbrandmeister und Stellvertreter Höhepunkt des Abends. Unter Einhaltung von strengen Hygiene- Abstandsregeln konnte diese Versammlung durchgeführt werden. Das gemeinsame Essen und die Musikeinlage des Orchesters mussten in diesem Jahr leider entfallen.

Ortsbrandmeister Jürgen Stache wurde mit 23-Ja stimmen, sechs Nein Stimmen und einer ungültigen Stimme für weitere sechs Jahre zum Ortsbrandmeister gewählt. Ebenfalls sein Stellvertreter Claus Hauschild mit 27-Ja Stimmen und drei Nein stimmen. Schriftführer Alexander Schröder und Sicherheitsbeauftragter Martin Pichlmeier erhielten ein einstimmiges Votum für eine weitere Amtszeit. Zum Gerätewart konnte Mike Kuhl mit 29-Ja Stimmen und einer Enthaltung gewählt werden. Der bisherige Kassenwart Oliver Hastedt stand für seinen Posten nicht mehr zur Verfügung. Als neue Kassenwartin wurde Marie Meinken mit 28-Ja Stimmen und zwei Enthaltungen. Zum neuen Kassenprüfer konnte Oliver Hastedt gewählt werden.

Gemeindebrandmeister Torben Henning beförderte Nicole Matthies zur Löschmeisterin, Mike Kuhl zum Löschmeister und Andreas Koch zum Oberlöschmeister. Kreisbrandmeister Peter Dettmer freute sich Johann Burfeind, der auch Vorsitzender des Brandschutzausschusses der Samtgemeinde Sittensen ist, für 50-jährige Mitgliedschaft zu ehren.

In seinem Jahresbericht ging Ortsbrandmeister Jürgen Stache auf das Dienst- und Einsatzgeschehen ein. Das Dienstgeschehen musste aufgrund der Corona-Pandemie im letzten halben Jahr eingestellt werden. Trotz der Pandemie sei die Wehr jederzeit einsatzbereit für die Bürgerinnen und Bürger. Der geplante Tag der offenen Tür im Mai musste bedauerlicherweise abgesagt werden. Die Wehr verfügt derzeit über 109 Mitglieder, die sich aus 51 aktiven, 17 Mitglieder in der Altersabteilung und 41 im Blasorchester. Claus Hauschild stellte die zahlreich abgeleisteten Einsätze im Detail vor. Demnach hat die Sittenser Feuerwehr seit der Versammlung im vergangenen August 23 Brandeinsätze, 18 technische Hilfeleistungen, neun Einsätze bei Verkehrsunfällen, einen Einsatz für die Kreisfeuerwehrbereitschaft sowie acht sonstige Einsätze absolviert. Neunmal gab's Auslösungen von Brandmeldeanlagen.

Atemschutzwart Torben Stemmann berichtete über 17 Einsatzbereite Atemschutzgeräteträger in der Wehr. Der Dienstbetrieb der Atemschützer solle ab kommenden Monat in kleinen Gruppen und Einhaltung eines Hygienekonzepts wieder starten. Laut Sicherheitsbeauftragten Martin Pichlmeier sei es zu keinem Unfall gekommen. Die Fahrzeuge der Sittenser Feuerwehr sind nach Angaben von Gerätewart Mike Kuhl „gut in Schuss", er machte aber darauf aufmerksam, dass die Fahrtberichte vollständig und gut lesbar auszufüllen sind. Alexander Schröder ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und kann dank seines Einsatzes sehr gute Zugriffszahlen auf die Veröffentlichungen seiner Beiträge sowohl in den sozialen Netzwerken als auch auf der Feuerwehr-Homepage verzeichnen.

Das Blasorchester musste aufgrund der Pandemie alle geplanten Auftritte absagen. Daraus resultierend haben sie mit hohen finanziellen Einbußen zum Kämpfen. Derweil sei der Übungsbetrieb wieder gestartet. Sie könne laut Kai Fettköter in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses proben. Für den Winter signalisierte Bürgermeister Dietrich Höyns in der Aula des Ludwig-Otto-Ehlers-Haus zu üben, sofern freie Zeiten zur Verfügung stehen.

Gemeindebrandmeister Torben Henning sprach im Hinblick auf die Corona-Pandemie von einem tiefen Einschnitt. „Die Kameradschaft und der Zusammenhalt bleiben, daran müssen wir festhalten", so sein Appell. Die Freiwillige Feuerwehr Sittensen habe als Schwerpunkt-Feuerwehr die meisten Unfälle abzuarbeiten, darunter schlimme Verkehrsunfälle und etliche Flächenbrände. „Trotz aller Vorgaben habt ihr alle Einsätze sauber und ordentlich abgearbeitet, dafür gebührt euch großes Lob", wandte er sich an die Mitglieder. Wenn auch in eingeschränkter Form der Übungs- und Wartungsdienst sowie Funk- und Quartalsübungen starten sollen, mahnte er, nichts übers Knie zu brechen: „Sicherheit geht über alles."

„Corona hat den Übungs- und Lehrgangsbetrieb zu 100 Prozent stillgelegt, teilte Kreisbrandmeister Peter Dettmer mit. In veränderter Form und auflagenkonform kann er wieder losgehen. Das wird sich auch noch ins nächste Jahr ziehen", so seine vorsichtige Prognose. Die laufende Ausbildung in den Ortsfeuerwehren müsse weitergehen, denn in Einsatzfällen müssten die Kräfte sofort von null auf hundert kommen. „Darum ist es wichtig, dass der Ausbildungsstand regelmäßig vertieft wird", gab er zu verstehen und freute sich, dass es in den Reihen der Feuerwehren des Landkreises Rotenburg bisher keinen Corona-Fall gegeben habe. Nach seinen Worten wird der Landkreis Rotenburg einen neuen Rüstwagen beschaffen, der in Sittensen stationiert werden soll. In 18 bis 24 Monaten sei mit dem Fahrzeug zu rechnen.

Weitere Grußworte kamen von Abschnittsleiter Henning Herzig, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Notfallversorgung (VFN), Berthold Fedtke, der Leiter der Sittenser Polizeistation, Torben Stemmann sowie Bürgermeister Diedrich Höyns.

  • 2020-08-30 JMV FF Sittensenkl (1)
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Florian Rotenburg