Berichte zum 125-jährigen Jubiläum

Dass Ehrungen für langjährige Verdienste zu einem Kommersabend anlässlich eines Jubiläums dazugehören, wurde nicht nur einmal beim Kommersabend der Freiwilligen Feuerwehr Sittensen zum 125-jährigen Bestehen herausgestellt. So zeichnete denn auch Regierungsbrandmeister Uwe Quante am Samstag Horst Kollecker für 50-jährige Treue nur allzu gern das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für langjährige Mitgliedschaft an. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Alfred Simon und Gerd Kolander, die 40 Jahre Mitglied sind.

Mit dem Ehrenzeichen für langjährige Verdienste im Brandschutz wurden Ludolf Holsten für 40 Jahre aktiven Dienst in der Sittenser Feuerwehr und Dr. Marco Kollecker für 25 Jahre geehrt. In Anerkennung der Verdienste um das Feuerwehrwesen und den Brandschutz durfte Ortsbrandmeister Jürgen Stache für die Feuerwehr Sittensen eine Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbandes aus den Händen von Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann und Abschnittsleiter Peter Dettmer entgegen nehmen.


Eine weitere Ehrung richtete sich an den gleichermaßen überraschten und wie gerührten Polizeihauptkommissar Berthold Fedtke von der Sittenser Polizeistation. „Du bist ein echter Partner der Feuerwehr Sittensen, die du gern als deine Feuerwehr bezeichnest. Immer stehst du mit Rat und Tat zur Seite, willst das Beste für die Sittenser Bürger und erledigst das gern auch mal auf dem kurzen Dienstweg. Und deine Pfeife ist auch immer dabei“, wandte sich der Ortsbrandmeister an Fedtke.

Auch ein Geschenk überreichten ihm Stache und sein Stellvertreter Claus Hauschild: ein Gruppenfoto der Sittenser Feuerwehr und eine gläserne Tischstanduhr mit deren Wappen. „Ich bin sprachlos“, bekannte Fedtke. „Dass ich einmal über Funk von meiner Feuerwehr gesprochen habe, hängt mir für immer nach“, fügte er schmunzelnd hinzu. In zehn Monaten werde er seinen Ruhestand antreten, verriet er noch.

Aber auch ernste Worte äußerte der Polizeibeamte. Die bezogen sich auf die hohen Anforderungen in der Einsatztätigkeit der Sittenser Feuerwehr, insbesondere bei Großschadensereignissen und schweren Unfällen auf der Autobahn. „Eure Einsatzfähigkeit hier vor Ort grenzt an Profihaftigkeit“, machte er deutlich.

Dass dieses Engagement von Betroffenen auch einmal gewürdigt wird, wusste er am Rande der Veranstaltung zu berichten. So erreichte jetzt Polizei und Feuerwehr ein Schreiben von den Beteiligten eines jüngst auf der Autobahn geschehenen Wohnmobilunfalls. Die Familie aus Schleswig-Holstein bedankte sich darin ausdrücklich für die erfahrene Hilfeleistung. „Das passiert viel zu selten“, unterstrich Fedtke. „Wir haben uns richtig gefreut darüber. Und wenn’s auch einfach nur mal ein Zettel ist. Was zählt, ist die Geste“, ergänzte Jürgen Stache.

Text und Bilder: Heidrun Meyer (Treffpunkt-Sitensen.de)

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