Den Freiwilligen Feuerwehren aus Sittensen und Sottrum oblag es nun, die Eingeklemmten aus den Fahrzeugwracks möglichst schonend in kürzester Zeit zu befreien. Für die Eltern kam jedoch jegliche Hilfe zu spät, sie wurden bei dem Aufprall augenblicklich getötet. Die beiden 14- und 16-jährigen Söhne konnten zwar noch lebend geborgen werden, jedoch erlag der Ältere wenige Minuten nach der Rettung seinen Verletzungen, so dass insgesamt vier Tote und zwei Schwerverletzte zu beklagen waren. Insgesamt zogen sich die Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten über viele Stunden hin. Während dieser Zeit musste die A1 in beiden Richtungen voll gesperrt werden.

 

Im August 1996 war es für Gottfried Henkis nach Erreichen der Altersgrenze und zwölf Jahren Dienst als Ortsbrandmeister an der Zeit, sein Amt in jüngere Hände zu legen. Auf der Mitgliederversammlung im August wurde sein bisheriger Stellvertreter Horst Kollecker zu seinem Nachfolger gewählt. Neuer Stellvertreter wurde Wilhelm Holst. Am gleichen Abend ging ebenfalls eine andere Ära zu Ende. Der langjährige Gerätewart Günter Bruns, gleichzeitig Gruppenführer der vierten Dienstgruppe, hatte ebenfalls das Höchstalter für aktive Feuerwehrleute erreicht und musste seine Ämter in jüngere Hände geben. Für seinen unermüdlichen Einsatz war er mit der Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Bremervörde und dem Deutschen Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet worden.

  

  • Verabschiedung des Ortsbrandmeisters Gottfried Henkis.

Feuerwehrfahrzeuge erreichen im Vergleich zu Privatfahrzeugen und Fahrzeugen in der freien Wirtschaft oftmals ein sehr hohes Alter. Nichtsdestotrotz kommt es sehr selten vor, dass ein Feuerwehrfahrzeug 40 Dienstjahre und mehr auf dem Buckel hat. So war es im Jahre 2000 ein besonderer Moment, als wir unseren „Feurigen Elias“, unseren Schlauchwagen SW1000, im stolzen Alter von 43 Jahren in Rente schickten. Er wurde vom Landkreis durch einen „neuen“, gebrauchten SW 1000 ersetzt. Dazu baute die Feuerwehrtechnische Zentrale in Zeven einen sechs Jahre alten, ausgemusterten Rettungstransportwagen um. Nun konnten nicht mehr nur 1000 Meter B-Schlauch auf dem Fahrzeug verlastet werden, auch die gesamte Beladung des Tragkraftspritzenanhängers fand dort Platz. Der nunmehr freigewordene Anhänger wurde ein zweites Mal umgebaut, diesmal zu einem Ölschadensanhänger. Der „Feurige Elias“ wurde nicht verschrottet, er fand seinen Weg ins ALGA-Nutzfahrzeugmuseum und kann dort noch heute besichtigt werden.

Im gleichen Jahr konnte unser Blasorchester auf seinen 100. Gründungstag zurückblicken. Dies wurde mit einem Festwochenende auf dem Gelände der Reithalle Am Eckerworth begannen. Zahlreiche Gäste aus Nah und Fern ließen es sich nehmen, mit dem Orchester zu feiern.

 

  • Das Blasorchester beim 100jhrigen Jubilum.

 

Am 9. Dezember des gleichen Jahres konnten die Feuerwehren unserer Samtgemeinde einen weiteren, bedeutenden Schritt nach vorne machen: In Zusammenarbeit mit den anderen Wehren wurde eine Jugendfeuerwehr gegründet.

Bei der Mitgliedsversammlung wurde der stellvertretende Ortsbrandmeister Wilhelm Holst in die Altersriege verabschiedet. Sein Amt übernahm der bisherige Gruppenführer der vierten Dienstgruppe, Werner Postels.