10.03.2018 Sittensen (as). Ein spektakuläres Übungsszenario hatten sich die Feuerwehrleute der Sittenser Feuerwehr um Ortsbrandmeister Jürgen Stache überlegt. Am Samstagnachmittag war es bei einem Gebäude in der Straße Osteau, was in den nächsten Wochen abgerissen werden soll im hinteren Bereich in einem Schuppen zu einer Explosion gekommen. Daraufhin war im angrenzenden Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr Sittensen war schnell klar, dass sie Verstärkung brauchten. Somit wurden die Feuerwehren Groß Meckelsen und Lengenbostel nachalarmiert. Nach Erkundung durch den Einsatzleiter waren in dem explodierten Schuppen zwei Personen verschüttet und im Wohnhaus wurde eine Person vermisst. Sofort wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte eingeteilt. Im ersten Abschnitt die Menschrettung und Brandbekämpfung aus dem Wohnhaus und im Zweiten die Rettung der verschütteten Personen.

Umgehend machte sich ein Trupp unter Atemschutz im Gebäude auf die Suche und wurde auch schnell im ersten Obergeschoss fündig. Sie retteten die Person. Ein zweiter Trupp kümmerte sich um die Brandbekämpfung. Parallel bauten die Feuerwehrleute eine Wasserversorgung von einem nahe gelegenen Hydranten zum Löschgruppenfahrzeug auf. Die gerettete Person musste bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut werden, da sie immer wieder das Gebäude betreten wollte. Die Besonderheit an diesem Übungsobjekt war, hier konnten die Kräfte die Türen auch gewaltsam öffnen und im Haus durfte Wasser eingesetzt werden. Mittels Druckbelüfter musste das Gebäude danach Rauchfrei gemacht werden.

Parallel wurde im zweiten Abschnitt die Rettung der verschütteten Personen eingeleitet mittels Hebekissen und Luftheber musste das Dach des Schuppens angehoben werden. Durch Technik und Muskelkraft gelang es dann schließlich, die Personen zu retten.

Nach dem der Bewohner des Hauses befragt worden war, räumte er ein, dass sich im Gebäude noch Munition befand. Sofort wurde durch den Einsatzleiter ein Rückzug aller Einsatzkräfte angeordnet, um eine Gefährdung der Feuerwehrleute auszuschließen.

Nach knapp einer drei viertel Stunde hieß es dann Übungsende und es fand eine Nachbesprechung aller Kräfte statt. Besonders dankte Ortsbrandmeister Jürgen Stache sich beim Eigentümer, dass die Feuerwehr die Möglichkeit hatte, in diesem Gebäude zu üben. Auch die Feuerwehren Lengenbostel und Groß Meckelsen bedankten sich für die gemeinsame Übung. Alle beteiligten sprachen von einer gelungenen Übung.

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